DIY Zelt-Footprint selber machen (MYOG): Zuschnitt und Befestigung am Gestänge
Ein selbst gebauter Footprint passt genau zu deinem Zelt und wiegt einen Bruchteil der Original-Unterlage. Mit verstärkten Ecken und einer Gummischnur hängst du ihn am Gestänge ein, wie die Footprints der Hersteller. Was ein Footprint leistet und wann du ihn brauchst, steht im Artikel Was ist ein Zelt-Footprint?.
Was du brauchst
Folie: zum Beispiel die XFOIL Zeltunterlage in 1,6 × 2,4 m
Gewebeklebeband: ein Stück pro Ecke
Runde Plastikscheiben: eine pro Ecke, etwa 2 cm groß, ausgeschnitten aus einer Lebensmittelverpackung
Gummischnur: ein kurzes Stück pro Ecke
Werkzeug: Schere, Stift und etwas Spitzes zum Lochen

Schritt 1: Maß nehmen
Am einfachsten baust du das Innenzelt auf der ausgelegten Folie auf und zeichnest den Umriss des Zeltbodens an. Markiere dabei auch, wo die Gestängeenden sitzen. Alternativ misst du den Zeltboden aus. Viele Zeltböden sind nicht rechteckig, sondern am Fußende schmaler. Miss deshalb beide Enden.
Schritt 2: Zuschneiden
Schneide auf jeder Seite einige Zentimeter innerhalb der Linie. Der Footprint muss kleiner sein als der Zeltboden, sonst läuft Regen vom Außenzelt darauf und sammelt sich unter dem Zelt. Nur an den Ecken reicht die Folie bis zum Gestängeende, dort sitzt später die Befestigung.
Schritt 3: Apsis einplanen
Wenn Rucksack und Schuhe in der Apsis sauber stehen sollen, lässt du an dieser Seite eine Zunge stehen. Sie muss innerhalb der Kante des Außenzelts enden. Miss dafür bei aufgebautem Zelt, wie weit die Apsis reicht, und zieh einige Zentimeter ab. Wer Gewicht sparen will, lässt die Zunge weg.
Schritt 4: Scheibe auf die Ecke legen
Leg die Plastikscheibe auf die Ecke der Folie. Sie verteilt später den Zug der Gummischnur auf eine größere Fläche, damit die Folie an dieser Stelle nicht einreißt.

Schritt 5: Klebeband darüber kleben
Kleb ein Stück Gewebeklebeband über die Scheibe. Es soll die Scheibe rundum deutlich überragen und fest auf der Folie haften. Streich es gut an.

Schritt 6: Loch stechen
Stich mit der Scherenspitze oder einem Messer in der Mitte durch Klebeband, Scheibe und Folie. Weite das Loch so weit, dass die Gummischnur doppelt hindurchpasst.
Schritt 7: Gummischnur einziehen
Knote die Gummischnur zu einer Schlaufe und zieh sie durch das Loch. Der Knoten sitzt auf der Seite mit Klebeband und Scheibe und kann nicht durchrutschen.

Schritt 8: Am Gestänge einhängen
Leg beim Aufbau die Schlaufe an jeder Ecke um das Gestängeende, zusammen mit der Öse des Zelts. Der Footprint bleibt so unter dem Zelt in Position, und die Gummischnur gleicht kleine Maßabweichungen aus.

Tipps
Erst eine Ecke bauen: Probier die Länge der Schlaufe an einer Ecke aus, bevor du die anderen baust.
Schlaufe eher kurz: Die Gummischnur soll leicht gespannt sein, dann liegt der Footprint glatt.
Zusammen einpacken: Der Footprint kann am Zelt eingehängt bleiben, wenn beide trocken sind. Ist er nass oder schmutzig, pack ihn getrennt ein.
Reparatur unterwegs: Ein Stück Klebeband im Gepäck reicht für kleine Löcher. Mehr dazu steht im Klebeband-Guide.
Was wiegt das?
Für einen Zeltboden von 130 × 216 cm wiegt die Folie rund 51 g, berechnet aus 18 g/m². Dazu kommen vier Ecken mit Klebeband, Scheibe und Gummischnur.
Häufige Fragen
Wie groß muss ein selbst gebauter Footprint sein? Auf jeder Seite einige Zentimeter kleiner als der Zeltboden.
Welches Material eignet sich? Eine dünne, wasserdichte Folie. Sie lässt sich mit der Schere schneiden und franst nicht aus.
Hält die Ecke ohne Öse? Ja. Die Scheibe und das Gewebeklebeband verteilen den Zug.
Funktioniert das auch für Abspannpunkte am Tarp? Nicht genauso. Dort braucht die Folie Klebeband auf beiden Seiten. Wie das geht, steht im Artikel Abspannpunkte befestigen.





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